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  • Jul 7, 2026, 5:02 AM

    „Was jedoch […] selten in den Mittelpunkt gerückt wird, ist die Rolle deutscher Medien beim Erstarken des Faschismus. Bereits 2017 konstatierte Kommunikationswissenschaftler Kai Hafez: „Die Resonanz des Rechtspopulismus (ist) auch eine journalistische Konstruktion.““

    In meiner neuen Analyse für die @tazgetroete dekonstruiere ich demokratieschädigende Mechanismen im deutschen Journalismus und zeige Wege in einen wehrhaften Journalismus auf:

    taz.de/Journalismus-in-der-Kri

    Gerne sharen.

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Replies

  • Jul 7, 2026, 5:05 AM

    Als Ausblick: Der neue journalistische Imperativ unserer Zeit, im Team mit @leonido bei der @republica:

    "Der letzte Satz meiner pro-journalistischen Inter­vention schließt an diese fragende Grundhaltung an (...). Der Satz ankert im Pressekodex, wurzelt im Medienstaatsvertrag und bekennt sich damit unumstößlich zu Grundgesetz, Völkerrecht und Menschenwürde. „Und das bringt uns zum journalistischen Imperativ unserer Zeit: Journalismus ist antifaschistisch – oder er ist kein Journalismus.“"

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  • Jul 7, 2026, 8:20 AM

    "Auch die zunehmende Verweigerung journalistischer Bewertung, insbesondere in Teilen deutscher Nachrichtenmedien, belegt die Suchbewegung eines Journalismus, der sich nicht mehr als machtkritische Infrastruktur versteht, sondern als Wiedergabefenster politischer, wirtschaftlicher und militärischer Aussendungen. Diese Praxis mag als temporärer Schutzschild vor Angriffen oder zur Stabilisierung eigener Positionen dienen, schadet aber dem Journalismus. Sie führt geradewegs in die Selbstabschaffung, kann diese Form der Nacherzählung nach dem „He said, she said“-Skript doch ebenso von einer KI umgesetzt werden."

    Oh wie wahr!

    @nadia_z @leonido @republica

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  • Jul 7, 2026, 12:10 PM

    @nadia_z

    Danke!

    Ich würde die @tagesschau bzw. die #ARD gerne nicht mehr "Aktuelle Kamera" nennen müssen ..

    Momentan empfinde ich +/- vergleichbar #DDR Bürger:innen, kurz vor dem Kollaps des Ostblocks und dem Ausbruch des unipolaren Moments: Eine Mischung aus Hohn, Verzweiflung und Verachtung.

    Dabei nehme ich den #ÖRR als ideen- bzw. zahnlos und obrigkeitshörig gegenüber den falsifizierten neoliberalen, konservativen und (extrem)rechten Ideologien wahr.

    @leonido @republica

    ZD.. was?

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  • PaulineMirabeaulacht@fnordon.de
    Jul 7, 2026, 5:51 AM

    @zeitrafferin @nadia_z "antifaschistisch" ist zum Schimpfwort der öffentlichen Meinung geworden und schadet in dem Zusammenhang mehr als es nutzt, sehe ich genauso. Im Übrigen halte ich das Kind für so in den Brunnen gefallen, davon erholt sich Journalismus, gerade auch in KI-Zeiten, vielleicht nie wieder.

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  • Jul 7, 2026, 6:17 AM

    Diese Behauptungen, der Begriff sei zum "Schimpfwort der öffentlichen Meinung" geworden und schade mehr, als er nutze, haben beide doch bestimmt eine wissenschaftliche Basis - sonst würde sie kein vernünftiger, seriöser Mensch öffentlich zum Besten geben, nicht wahr,
    @Mirabeaulacht?

    Vielen Dank für den Beleg dieser pauschalen Behauptung.

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  • PaulineMirabeaulacht@fnordon.de
    Jul 7, 2026, 7:26 AM

    @nadia_z ich raune nicht, ich gebe das wieder als das der antifaschistische Gedanke auch von öffentlichen Stellen dargestellt wird, kurze geschichtliche Darstellung und dann fix zum Linksextremismus und Gewalttaten und Anschlägen auf die kritische Infrastruktur. Allein das Aufblasen der Polizeistatistik zeigt schon die Manipulation der öffentlichen Meinung.
    verfassungsschutz.de/SharedDoc

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  • PaulineMirabeaulacht@fnordon.de
    Jul 7, 2026, 7:27 AM

    @nadia_z die KI bei Ecosia fasst den Begriff folgendermaßen zusammen "Antifaschismus in der Öffentlichkeit wird von Linksextremisten genutzt, um Angst zu verbreiten und politische Gegner einzuschüchtern, während er in der DDR als Staatsdoktrin diente, um die Macht zu legitimieren." Und genau so nimmt die Öffentlichkeit Antifaschismus mittlerweile wahr.

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  • Jul 7, 2026, 7:54 AM

    @Mirabeaulacht @nadia_z (sidebar) Ist übrigens ein weiteres Problem: Die Daten, die in die ganzen LLMs fließen, werden von Rechten ohne irgendwelche Aufsicht bestimmt. Da wird auch viel zu wenig drüber gesprochen.

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  • Jul 7, 2026, 7:56 AM

    @Mirabeaulacht @daswarkeinhuhn @nadia_z Und genau deswegen muss doch der Kampf um die Deutungshoheit dieses Begriffes geführt werden. Wenn wir es zulassen, das Antifaschismus als negativ wahrgenommen wird, und sei es durch Rückzug, dann haben die Faschisten gewonnen.
    (Gleiches gilt mMn auch beim Überlassen der Flagge an die AfD, aber das ist eine andere Diskussion).

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  • Jul 7, 2026, 11:40 AM

    @Mirabeaulacht
    Ach Du grüne Neune, auf welchem Trip ist denn Deine "KI"? Bei mir steht: "Antifaschismus bezeichnet eine Haltung und Bewegung, die sich gegen Faschismus, Neofaschismus und Neonazismus richtet, mit gesellschaftsanalytischen und handlungsleitenden Aspekten, aber ohne einheitliche politische Theorie."

    @nadia_z

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  • Jul 7, 2026, 7:53 AM

    Du nimmst hier öffentlich den Einsatz eines Strohmann vor, @Mirabeaulacht. Wo ich über den Begriff "Antifaschismus" schreibe, ersetzt du ihn kurzerhand durch "Antifa".

    Unredlich und allzu offensichtlich. Keine Zeit für solche Manöver.

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  • Jul 7, 2026, 6:09 AM

    Interessante Selbstaussage.

    Schauen wir für den reinen Lerneffekt doch einmal gemeinsam in den DUDEN und lernen, wie dort Antifaschismus definiert wird:

    1. Gesamtheit der Bewegungen und Ideologien, die sich gegen Faschismus und Nationalsozialismus richten

    2. Gegnerschaft gegen Faschismus und Nationalsozialismus

    Es ist ein you-Problem, diese passende Wortwahl zu problematisieren, @zeitrafferin

    @tazgetroete, @markus_netzpolitik, @leonido

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  • Jul 7, 2026, 11:34 AM

    @zeitrafferin Ich kenne diese Definition nicht. Gehst du davon aus, wenn ich Antifaschismus sage, meine ich das, was jemand anderes mal im Radio gesagt hat?

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  • Jul 7, 2026, 6:17 AM

    @nadia_z Inhaltlich hast du natürlich komplett Recht. Auf der anderen Seite geht's hier im Kern aber um praktische, vielfach anzutreffende, rechte Diskurshoheit. Wo Begriffe wie "Gutmensch", "Antifaschismus" oder "Umweltschutz" für nicht wenige Menschen inzwischen negativ geframed sind, stimmt was ganz gewaltig nicht.
    Leider macht man es sich etwas zu leicht, wenn man das einfach ignoriert. Leider…

    @zeitrafferin @tazgetroete @markus_netzpolitik @leonido

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  • Jul 7, 2026, 6:23 AM

    Präventives Einknicken war nie meins, @BenBen und das gilt auch für ein schwammig-gefühltes "für nicht wenige Menschen".

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  • Jul 7, 2026, 6:29 AM

    @nadia_z Das habe ich auch nie implizieren wollen. Ich bin inhaltlich auch weitgehend bei dir und wollte lediglich anmerken, dass ich glaube, dass man es sich zu einfach macht, wenn man die diskursive Stärke des Gegners einfach ignoriert.

    Und dabei geht es mMn eben nicht nur um den Begriff "Antifaschismus", sondern um mehr. Im Kontext von Klimaschutz gibts da mehr Analysen/Forschung zu, zB hier: wissenschaftskommunikation.de/

    Am Ende läuft es darauf raus, dass die sog. "Neue Rechte" Gramsci ->

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  • Jul 7, 2026, 6:31 AM

    @nadia_z gelesen und durchaus verstanden hat und den Kampf um den "vorpolitischen Raum" und die kulturelle Hegemonie durchaus erfolgreich führt.

    Um es mit Tocotronic zu sagen: Das Unglück muss zurückgeschlagen werden. Mit schlichter Ignoranz wird das aber eben nicht gelingen.

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  • Jul 7, 2026, 6:33 AM

    Sich selbst zu erlauben zu handeln anstatt einzuknicken vor Narrativen und Begriffs-Okkupationen, die Extremisten gezielt vornehmen, um eben diese hegemoniale Diskursposition einzunehmen, ist die Basis, auf der überhaupt zuückgeschlagen werden kann, @BenBen

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  • Jul 7, 2026, 6:37 AM

    @nadia_z Nochmal, du verstehst mich falsch: Ich rede nicht von einknicken. Ich rede von einer realistischen Ist-Analyse.

    Und nebenbei: Die quatschige Extremismus-These von Backes/Jesse ist ein nicht unwesentlicher Grund für die ganze Misere. Sollte man auch nicht verwenden, wenn man schon über Diskurs redet.

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  • Jul 7, 2026, 10:31 AM

    @BenBen @nadia_z Mir kommt es so vor, als plädierst du nicht für den Kampf um dieses vorpolitische Feld, sondern für die Kapitulation?

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  • Jul 7, 2026, 11:37 AM

    @BenBen @nadia_z Wie meinst du das denn dann? Also meinetwegen sind die Rechten gut darin, Antifa und Klima und Gender etc als Feindbild zu benennen und damit Stimmung zu machen. Aber wie können wir damit umgehen, wenn nicht so, dass wir die Ideen trotzdem verteidigen und uns nicht die Worte nehmen zu lassen?

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  • Jul 7, 2026, 12:25 PM

    @skaphle Mir erscheint es schlicht zu wenig, antifaschistische Wirtschaftspolitik, Journalismus, Haltung usw zu fordern, während sich nicht unwesentliche Teile der CDU mit Spahn, Liminski usw auf eine Koalition mit der AfD, die gleichzeitig stärkste Kraft ist, vorbereiten.

    Ich glaube, man müsste da auch mal dringend ehrlich zu sich sein, wie doll die Hütte brennt.
    Und nur weil ich das benenne, heißt das nicht, das ich die Lösung habe… Leider.

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  • Jul 7, 2026, 1:28 PM

    @BenBen Da stimme ich dir zu und es geht mir ähnlich.

    Ich glaube mir ist nur immer noch nicht ganz klar geworden, inwiefern das mit dem Ursprungspost und der Diskussion danach zusammenhängt. Aber das ist auch nicht so wichtig und ich brauch jetzt auch nicht weiter nach Dissens zu suchen. Hab noch einen schönen Tag : )

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  • Jul 7, 2026, 1:34 PM

    @skaphle Mein Widerspruch bezog sich auf den Post, auf den ich geantwortet habe.

    Also grob "You-Problem. Antifaschismus ist Gegnerschaft gegen Faschismus und Nationalsozialismus"!

    Ich bin keinesfalls der Meinung, dass man den bzw die (umgedeuteten) Begriffe aufgeben darf, aber eben auch nicht, dass es da kein ernsthaftes Problem gibt.
    Darauf ist die geschätzte @nadia_z nur leider nicht eingegangen.

    Wenn es aus meinen Posts nicht ganz klar geworden ist, tut mir das ernsthaft leid.

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  • Jul 7, 2026, 1:16 PM

    @koehntopp @nadia_z @tazgetroete @markus_netzpolitik @leonido Aus der Ankündigung für den Vortrag

    "es sind dominante Medienlogiken bis tief hinein in den Qualitätsjournalismus, die sie zu hilflosen Helfern und damit aktiven Ermöglichern neofaschistischer Kommunikationsstrategien und Raumnahme machen."

    Kann ich beantworten mit: Nennt sich Selbstoptimierung, Karrierismus und Angst vor sozialem und wirtschaftlichem Ausschluss. Habitus im Journalismus auch scheiße, 90 Prozent können nicht rechnen, alle Politologen. Und Nein, das hab ich nicht von Nius, sondern aus der großen Redaktionskonferenz der taz.

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  • Jul 8, 2026, 4:38 AM

    @moralapostel @zeitrafferin @tazgetroete

    Siehe der letzte Satz des Kommentars von @nadia_z: "Journalismus ist antifaschistisch – oder er ist kein Journalismus.“

    Also nennen wir Journalismus weiterhin Journalismus, verstehen, dass es per se antitotalitär ist, Grundfreiheiten mit Leben zu füllen, und die Kreisbewegung ist vollständig vollzogen.

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  • BfranzFlussmusik@nrw.social
    Jul 7, 2026, 7:32 AM

    @nadia_z @tazgetroete „[…] forderten wir einen Journalismus, der sich […] Menschenrechten und Machtkritik verschreibt und sich damit selbst schützt in einer Zeit, in der er […] unter konzertierter Attacke von außen und Unterminierung von innen steht. Von der Dauerproduktion von Feindmarkierungen, Diffamierungen und Hasskampagnen gegen Jour­na­lis­t*in­nen bis zum Einweben obrigkeitsstaatlicher Prinzipien wie der Staatsräson in per se staatsferne Medien […].“ 👌

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  • Jul 7, 2026, 7:33 AM

    @nadia_z @tazgetroete

    Warum als einziges konkretes Beispiel für die fragwürdige Rolle der Medien beim Erstarken von Faschismus und Rechtspopulismus in Deutschland ausgerechnet die Berichterstattung über einen UN-Bericht zu Gaza genannt wird, erschließt sich mir nicht.

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  • Jul 7, 2026, 12:36 PM

    @footils

    Das Schweigen des #ÖRR zu den Verbrechen Israels in Gaza und im Westjordanland schreit uns doch förmlich an.

    Daran lässt sich die Unfähigkeit einer kritischen Berichterstattung in Deutschland - insbesondere wenn es und rechte/rechtsextreme Regimes wie das von Netanjahu geht - gut zeigen.

    Wir wissen alle, wie Medien berichten würden, wenn das in der Ukraine geschähe. Wir wissen also genau, dass es geht.

    Wir müssen uns also fragen, warum es hier nicht geht ..

    @nadia_z @tazgetroete

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