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  • Jun 16, 2026, 4:00 AM

    Es ist zweifellos und absolut ehrenhaft Nazis zu blockieren.
    Immer und überall.

    Nur zeugt es auch von ebenso absoluter (und weiß-deutsch privilegierter) Lernresistenz das noch immer vorher anzukündigen.🤦

    Wie konservativ und in Ritualen gefangen kann eins bitte sein?

    *looking at you, Antifa* 🧐

    Was glaubt ihr was in #Erfurt *wieder* passieren wird, wenn ihr den Cops *wieder* jeden Freibrief ausstellt mit Schild, Schwert und Kavallerie das volle Repressionsprogramm gegen friedliche Menschen aufzufahren?

    Ach. Ach was. 😱

    [Jedes verfickte AfD-Sommerfest im Osten hat dank Bierbänken mehr Barrikaden-Potenzial, Himmelherrgottnocheins. 🙄]

    #wiedersetzen #widersetzen #sechssetzen

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Replies

  • Jun 16, 2026, 5:39 AM

    Please listen and repeat:

    „Plausible Deniability ist die Kunst, antifaschistische Handlungsfähigkeit so zu organisieren, dass sie schützt, verbindet und wirkt ohne sich freiwillig in die engste und kriminalisierbarste Beschreibung treiben zu lassen."

    - Subcömandante Midas, Pausenclown der Storch-Heinar-Division "Durch Null" in Ostsachsen, Brownunder

    #sechssetzen

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  • Jul 4, 2026, 5:59 AM

    @inkorrupt ich habe gelesen was du gestern zur Strategie von Widersetzen geschrieben hast und du hast recht:
    Warum vorher schon ankündigen, welche Aktionen geplant sind?
    Ich bin in einem Bus nach Gießen mitgefahren und habe an einem Vorbereitungstreffen teilgenommen. Könnte es sein, dass Aktionen mit so vielen Teilmehmys ohnehin nicht geheim sein können? Das Widersetzen mit Spitzeln rechnet?

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  • Jul 4, 2026, 6:12 AM

    @inkorrupt ... Wir waren viele. Wir sind nicht auf dem direkten Weg hingefahren um zu verhindern in Polizeikontrollen zu geraten oder Faschoschlägern in die Hände zu fallen. Im Bus wurde sofort Trinkgeld für den Fahrer gesammelt. Gruppen sind an unterschiedlichen Orten ausgestiegen. Es wurde immer wieder betont, jedes teilnehmen ist freiwillig.
    Wir waren, das zeigte sich beim Treffen zur Rückfahrt, wo es schwer war den richtigen Bus zu finden, so viele❤️.

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  • Jul 4, 2026, 6:22 AM

    @inkorrupt ... Ich glaube die große Menge ist die Strategie.
    Aber du hast Recht, 200 Busse voller Demonstrierender können als Bedrohung dargestellt werden.
    Und z.B. bestimmten Polizeikräften solche Angst machen, dass sie denken sie hätten das Recht mit Gewalt zu reagieren. (Erlebt in Essen, in Risa waren sie sehr mit den Nerven runter.)

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  • Jul 4, 2026, 7:01 AM

    @Wando

    Wenn „die große Menge ist die Strategie" zutrifft, sehe ich zwei Fehler:

    1. Die „große Menge" mag Protestierende selbst beeindrucken, solange aber die Cops mit 10K Beamt*innen noch immer einen "Betreuungsschlüssel" von 1:5 gewährleisten können, relativiert sich die eigene auf Menge projizierte Wirkmächtigkeit erwiesenermaßen ganz erheblich.

    Womit wir wieder beim Kern meiner Kritik wären:

    2. Wer illegale Aktionen nicht nur plant, sondern großspurig ankündigt, nimmt damit in Kauf, dass genau jene kritische Masse nicht erreicht wird, die nötig wäre um einen Naziparteitag durch die reine Präsenz einer *riesigen Menge* zum Desaster zu machen.

    Was wir stattdessen wieder sehen:

    Die polit. Linke lebt weiter ihren Traum von einer massenhaften Blockade-Bereitschaft, die es in DE so einfach nicht gibt, und suhlt sich (danach und routiniert) in selbstgerechter Opferrolle, wenn sie die Konsequenzen von Polizeigewalt als "Politisierung" abfeiert. 🙄

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  • Jul 4, 2026, 7:34 AM

    @inkorrupt njahaaa du hast Recht. Ich wünschte irgendwie es wäre nicht so ... es lauerte in meinem Hinterkopf, das an dieser Strategie etwas nicht stimmt ... (hat schon etwas vom Selbstmordkommando aus 'das Leben des Brian').
    Also sinnloser Aktionismus? Nur aufwendiger als eine Internetpetition?

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  • Jun 16, 2026, 5:48 AM
    @inkorrupt

    Sodom und Gomorrha wenn 1 nicht jede Aktion sauber anmeldet.

    Demnächst:
    "Hallo Polizei, ja... ja, ich hab gerade Bauschaum im Hage... ja, genau.. richtig... bin gleich in der Beethovenstraße. Bussi bis gleiheich."
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  • Jun 16, 2026, 6:28 AM

    @nocci

    Manchmal denke ich die "linke Intelligenzia" ist emotional so in die BlacBloc-Revolutionsromantik der 80er verliebt, dass sie sich den Anforderungen des 21.Jahrhundert schlicht intellektuell verweigert.

    Anders kann ich mir z.B. die freiwillige Preisgabe ihrer kompletten sozialen Graphen bspw. über "Colabs" ausgerechnet auf den Plattform-Honeypots rechtsextremer US-Milliardäre nicht erklären.

    Die Erkenntnis dass krawallige Konflikt-Ankündigungen zudem herzlich wenig dazu geeignet sind breitere Bevölkerungsschichten als die üblichen Verdächtigen zu mobilisieren, will sich auch nicht als Lernerfolg manifestieren.

    Das stünde ja im Widerspruch zu eigenen linken Identität, die derart emsig gehütet wird, dass sie sogar Kleinstgruppen spaltet. 🙄

    [Würde mein an Erfahrung reichem Wissen über die Gesetze der Straße ja gerne mit akadem. Lesezirkeln teilen, aber auf mich hört ja eh keine*r. 🤷]

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  • Jun 16, 2026, 6:59 AM

    @Peng_oh_Peng Valider Punkt. Und dass die politische Linke 2026 noch immer nur entweder die staatl. Vorgaben an Parteiorganisation erfüllt, oder in mehr oder weniger lose (und oft Konzern-transparent) vernetztrn Bezugsgruppen operiert, anstatt mal etwas Arbeit und Hirnschmalz in weniger hierarchische, rollenbasierte Standards jenseits urbaner Avantgarde zu investieren, an die auch Menschen andocken können, die das aufgrund bspw. von ländlichem Wohnort, Neurodivergenz oder Nicht-Szenezugehörigkeit bisher nicht können oder wollen, ist m.M.n. weniger Symptom als Ursache für das Elend.

    Ständig von Inklusion palavern, aber dann stundenlange und regelmäßige Präsenz-Plena, Millieu-Codes und gerne auch mal Geschlecht und sexuelle Orientierung zu Zugangsvoraussetzungen machen.

    Kann man so machen, aber sowas kommt eben von sowas. 🤷

    @nocci

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  • Jun 16, 2026, 7:34 AM
    @inkorrupt

    ( Ich bin noch nicht ganz wach - also mit Vorsicht zu genießen)

    Ich glaube der Blickwinkel ist hier entscheidend:

    Aus meiner Erfahrung in den 90ern heraus betrachtet: Wir hatten damals auch massive Lagerkämpfe, aber dieses extreme Klein-Klein von heute gab es nicht. Die Sorge vor autoritärer ‚Macht und Masse‘ ist trotzdem berechtigt, denn wo Masse zusammen trifft, entsteht oft auch neue Exklusion.

    1 ist dann plötzlich nicht mehr ‚links, sozialistisch, queer oder sonst was genug‘ und passt vermeintlich nicht mehr rein. Oder viel schlimmer: Man fühlt sich selbst einfach nicht mehr zugehörig. Und genau an diesem Punkt zerbricht das Ganze dann wieder.

    Ich finde es heute zwar traurig, dass es so ist – oder besser: so sein muss. Weil wir es sonst nicht schaffen, sichere Peer-Groups zu haben. Eben weil andere mit teils gewaltsamen Mitteln exkludieren und dann nicht aufgehalten werden, weil sie ihre Macht gnadenlos ausspielen.

    @Peng_oh_Peng
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  • Jun 16, 2026, 7:39 AM

    @nocci

    Meine Beobachtung: Es war mal mehr „Widersprüche aushalten“ möglich. Und es gab mal mehr Klarheit über trotz allem gemeinsame Basics.

    (RealTalk: Ich kann hier nicht zu afdProtest oder 8März gehen ohne angefeindet/bedroht/geschlagen/bespuckt/… zu werden oder das befürchten zu müssen.)

    @inkorrupt

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  • Jun 16, 2026, 7:46 AM
    @Peng_oh_Peng

    So sehe ich das auch...und es ist einfach zum Schreien, dass Dir das immer und immer wieder droht, wenn Du bzw ihr euch zeigt, obwohl alle in der zu diesem Anlass und Thematik konform seid.

    Wenn linke Strukturen von Antisemiten und Exludisten (finde gerade kein besseres Wort) "regiert" werden, schreckt es eine Menge Menschen ab, die man sonst vielleicht noch mobilisieren könnte


    @inkorrupt
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  • Jun 16, 2026, 6:25 AM

    @inkorrupt “In Deutschland findet keine Revolution statt, weil das Betreten des Rasens verboten ist”. Die Menschen verwechseln “lawful” mit “good” und man moechte ja als “die Guten” dastehen.

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  • Jun 16, 2026, 6:36 AM

    @Arcanoloth

    Weiß nicht ob wir das Gleiche meinen, aber politische Gegner und insbesondere politische Feinde zu täuschen, im Unklaren über die eigenen Absichten zu halten, und besonders in asymmetrischen Konflikten jeden potenziellen Vorteil wahr zu nehmen, ist für mich nix Ehrenrühriges, sondern Indiz für eine Intelligenz, die von der Evolution mit Überleben belohnt wird.

    (Der Umkehrschluss trifft leider auch zu,.)

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  • Jun 16, 2026, 6:46 AM

    @inkorrupt Ich glaube nicht, dass die Ankuendigungen erfolgen, um den politischen Gegner nicht im Unklaren zu lassen, sondern weil man glaubt, den ethical high ground einzunehmen (und das Risiko negativer polizeilicher Intervention zu minimieren), wenn man hinterher im Fernsehen sagen kann “War alles ganz offen, legal, und angemeldet”. Und natuerlich moechte sich auch niemand dabei erwischen lassen, gar zu Straftaten (oder etwas “zu nah dran”) aufgerufen zu haben.

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  • Jun 16, 2026, 7:06 AM

    @Arcanoloth

    Aufrufe zu Blockaden oder Störungen von Veranstaltungen wurden und werden von der DankePolizei mit Kusshand und einem zynischen DankeAntifa als Ermittlungs- und Represionsansatz goutiert.

    Und wie hoch der moralische Highground ist, wenn man Leute nach vielleicht einem Demo-Training den Tonfas der BFEs aussetzt, nur um hinterher (zu Recht) über Polizeigewalt klagen zu können, möchte ich kritisch hinterfragen.

    Menschen zu verheizen ist weder antifaschistisch noch sonderlich resilient.

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  • Jun 16, 2026, 7:09 AM

    @inkorrupt Zustimmung. Deswegen meine ich ja, das die Menschen “lawful” mit “good” verwechseln und einen moralischen high ground sehen, wo, m.M.n., wenig davon ist.

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  • Jun 16, 2026, 7:09 AM

    @inkorrupt

    angekündigte Blockaden sind ein Stilmittel, siehe Dresden 2011 (solltest du kennen)

    das war dazu da, das legale Framework zu finden gleichzeitig richtig viele Leute mobilisieren zu können / Organisationen einzubeziehen.

    tatsächlich militante Versuche bringen einfach nicht die Menge von Menschen auf die Strasse.

    (das letzte Mal an das ich mich erinner wo sowas teilweise erfolgreich war: 1. Mai 1998 Leipzig)

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  • Jun 16, 2026, 7:11 AM

    @inkorrupt

    (ich bin mir nicht sicher, dass das legale Framework noch genauso funktioniert, weil inzwischen ja einige Polizeien explizit dazu verdonnert wurden, den Faschos die Demosntrationsrechte durchzusetzen)

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  • Jun 16, 2026, 7:16 AM

    @kami_kadse @inkorrupt Auf jeden Fall gibt es immer eine Atempause, weil die lokale Versammlungsbehörde (was auch die Polizei sein kann) nach bestimmten Kriterien prüfen muss und entscheiden muss, wie mit Grundrechtskonflikt umgegangen wird.
    Viel spannender ist da für mich die Frage, wie "Protest in Hör- und Sichtweite" noch ermöglicht werden muss.

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  • Jun 16, 2026, 7:18 AM

    @rainerzufall_le @inkorrupt

    ist halt ne Frage der Zielsetzung. die vielen Jahre Pegida und jetzt Montagsproteste haben da schon eine ganze Menge Routine entstehen lassen, deren Wirkung nicht so klar zu bewerten ist.

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  • Jun 16, 2026, 7:24 AM

    @kami_kadse @inkorrupt Ja, also taktische Vorteile sehe ich, wie es strategisch zu bewerten ist, ist schwieriger. Ein verzögerter Start, kann eventuell die Kosten für die AfD nach oben treiben, weil sie nicht alles behandeln können. Das würde ich als möglichen Erfolg zählen. (Je nach dem, was man halt erreichen will.)

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  • Jun 16, 2026, 7:27 AM

    @rainerzufall_le @inkorrupt

    ja, für den konkreten Fall, wenn es entfernt ähnlich wird wie die letzten Male: Verzögerung, aber auch zu zeigen dass es wirklich viele Leute gibt die ein Problem damit haben.

    und dafür ist es schon auch gut, dass das nicht ausschliesslich Black-Bloc-Formationen sind.

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  • Jun 16, 2026, 7:26 AM

    @kami_kadse

    Jo, ras "legale Framework" von vor 15 Jahren habe ich damals™ nach bestem Wissen und Gewissen mit-eruiert, aber es ist heute bestenfalls ein Diskussionseinstieg, und 2026 keine Arbeitsgrundlage mehr.

    Nur hat sich das eben noch nicht überall herumgesprochen.

    Progressiv wäre es die aktuellen Unstände anzuerkennen, die zeitnah sehr real drohenden Szenarien ernst zu nehmen, und das eigene Denken und Handeln danach auszurichten, anstatt sich weiter in der Evaluationsphase von 2011 zu wähnen.

    Wenn die AfD ab Herbst die Justiz- und Inneninisterien in LSA und MeckPomm okkupiert, beginnt nämlich deren Evaluationsphase: Wie kann antifaschist.Widerstand zerschlagen werden?

    Und wen das dann unter welchem Vorwand in Form von 129er-Ermittlungen und -prozessen treffen wird, dürfte klar sein:

    Linke, die Mitte 2026 noch immer meinen es sei 2011.

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  • Jun 16, 2026, 7:42 AM

    @kami_kadse

    Fair enough.
    Nur ändert diese Verknüpfung eines Events an Szenarien nichts an meiner Kritik, eher im Gegenteil.

    Denn die kritisierte Herangehensweise wird nicht dadurch besser, dass schon das erklärte Ziel "Parteitag verhindern" eine wissentliche Mogelpackung ist.

    Am Ende bleibt es so reine Symbolpolitik, unter Inkaufnahme hoher Verluste, und alternative Optionen werden nicht mal diskutiert.

    Hauptsache wir™ haben überhaupt etwas getan, für romantische Realitätsverweigerung reicht's. 🤷

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