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Replies

  • Oct 18, 2026, 5:23 AM

    @BlumeEvolution
    Bequemlichkeit, Trägheit, Überdrüssigkeit wurden verbrämt mit Effizienz, Zeit- und Kostenersparnis und mit dem Anschein größerer Einigkeit gekrönt.

    Aus dieser Situation sich wieder herauszukämpfen wird ein schwerer Weg, und wieder ist der 1. Schritt der schwerste und wichtigste.
    Was den inneren Drang oder den äußeren Druck bei den MdB aufbauen könnte etwas so grundlegendes und gewohntes zu verändern, weiß ich noch nicht.

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  • Oct 18, 2026, 6:05 AM

    @angeldruckt @BlumeEvolution
    Eine Innere Reform, also. Eine Rückkehr zum vom Grundgesetz und seinen Müttern und Vätern Beabsichtigten. Das erforderte große Leistungen von den MdB, was ja auch ok wäre.

    Wenn ich mir dazu unseren Abgeordneten vorstelle, für den sein Amt hauptsächlich zur Mehrung des eigenen Wohlstandes dient, schwanke ich zwischen sarkastischer Heiterkeit und Verzweiflung.

    Zunächst muss für solche Reformen das Bildungsniveau der Wähler steigen

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  • Oct 18, 2026, 6:27 AM

    @solaris @BlumeEvolution
    Der Ruf nach besserer Bildung trifft das Problem mE nicht.
    Wahlberechtigt 1961 u vorher waren 1940 u davor geboren. Damals hatte die Mehrheit schlicht einen Volksschulabschluss mit 8 Jahren Unterricht, wenn nicht Kriege dazwischen kamen.
    Die Bildung heute ist definitiv viel höher als damals, trotz PISA, TikTok etc.

    Darauf zu warten, dass besser gebildete Leute das Wahlrecht erlangen, kann ich mir nun nicht mehr leisten.
    Wir müssen die Menschen nehmen, wie sie sind.

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  • Oct 18, 2026, 7:09 AM

    @angeldruckt @solaris @BlumeEvolution man unterrichtet an den Schulen noch immer dieselben volkswirtschaftlichen Mythen, wie an der Uni.

    Also das Denken alles ist ein Nullsummenspiel und man kann nur für einen Zweck geben, was man für einen anderen Weg nimmt.

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  • Oct 18, 2026, 7:40 AM

    @rhold Wenn ich eine begrenzte Menge an einem Gut habe, dann kann ich gern versuchen bei zwei Alternativen beide zu bedienen, was allerdings heißt, dass ich nicht beide mit 100% bedienen kann sondern mit jeweils 50%. Das ist kein Mythos, das ist Mathematik. Bisher konnte mir noch niemand erklären, wie man begrenzte Güter so verteilt, dass Alles für Jeden verfügbar ist zu gleichen Anteilen. Abseits der Schöpferkraft aus dem Nichts, haben wir ein Nullsummenspiel. Begrenzte Ressourcen und so …

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  • Oct 18, 2026, 7:47 AM

    @Brotfresser ist ziemlich einfach: Geld zirkuliert in einer (funktionierenden) Volkswirtschaft ständig. D.h. gibt es der eine aus, hat es jemand anderes.

    Bei konkreten Waren hast du natürlich Recht. Da kommt es demnach eher darauf an eine ausreichende Menge zu produzieren und dafür zu sorgen, dass sie da ankommen, wo sie am meisten nutzen. (Aber das wäre dann ja Planwirtschaft 🤯).

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  • Oct 18, 2026, 7:53 AM

    @Brotfresser und wo wir beim Thema Waren waren: die meisten großen Volkswirtschaften heute "leiden" an einem Exportüberschuss.

    D.h. sie produzieren mehr als sie verbrauchen, können ihr Angebot international nicht "tauschen" und verkaufen ihre Überproduktion auf Pump. Und sind ständig auf der Suche nach neuen Absatzmärkten.

    Das funktioniert also nur, weil jemand anders Schulden macht. Finde den Fehler.

    Es wird jedenfalls nicht zu wenig produziert.

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  • Oct 18, 2026, 9:17 AM

    @rhold Stimmt! Der tatsächliche Mythos ist der, dass "Geld" aus dem Nichts "geschöpft" wird, um die Gewinne der Einen zu sichern und die Rechnung dann später den anderen, – nämlich den arbeitenden Menschen, zu präsentieren. Man vernichtet sogar Güter, um Preise "stabil" zu halten, wobei ich von "geplanter Obsoleszens" gar nicht erst anfangen will. Es gibt also durchaus ein "Nullsummenspiel", das Problem ist die Verteilung! Also das, was wir heute als "Geld" bezeichnen …

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  • Oct 18, 2026, 7:28 AM

    @angeldruckt @solaris @BlumeEvolution Bei Bildung ieS kommt es nicht auf "länger sitzen und sich beschallen lassen" an, sondern auf den Gehalt an, mithin also darauf – wie – die Zeit genutzt wird und – was – dabei – nutzbringend – vermittelt wird. Bildung sollte nicht zur "Verbildung" verkommen.

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  • Oct 18, 2026, 7:29 AM

    @angeldruckt @BlumeEvolution
    Die Menschen nehmen halt dann die Propaganda, die auf sie einprasselt, als das was sie bewirken soll. Seit 25 Jahren werden Verbesserungen bei der Bildung gefordert. Wir könnten also schon lange profitieren. Dagegen wurde und wird die Bildung zum Sparen missbraucht.
    Ok, die Zeit ist um. Was bleibt uns ? Wirksamere Gegenpropaganda gegen Trump-Putin & Co ? Jeder Tag ist ein guter Tag, um an der Bildung zu arbeiten.

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  • Evidence over IgnoranceEvidenceOverIgnorance@troet.cafe
    Oct 18, 2026, 7:50 PM

    @angeldruckt @solaris @BlumeEvolution Da wäre ich etwas vorsichtig. Meine Eltern, Onkel und Tanten aus dieser Zeit hatten alle nur Volks- oder (ein paar) Realschulabschluss. Auch wenn ihr Bildung formal geringer war als heute, finde ich überhaupt nicht, dass sie ungebildet waren. Ganz im Gegenteil, für sie war es wichtig sich zu informieren. Vielleicht liegt es daran, dass es damals nicht so viele stumpfe Unterhaltung gab?

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  • Oct 18, 2026, 7:37 AM

    @BlumeEvolution
    Guten Morgen, vielleicht liegt das Problem in der Auswahl der Kandidaten. Es werden nicht die nominiert, die ihre Arbeit im Deutschen Bundestag wie im GG vorgesehen machen würden. Gehorsam und Parteidisziplin sind anscheinend wichtiger.

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  • Oct 18, 2026, 1:35 PM

    @sumhammer

    Mir scheint hier eine Wechselwirkung zu bestehen: Umso weniger der Bundestag real zu bestimmen hat, umso weniger starke Kandidierende stellen sich zur Verfügung.

    Bin auch selbst 2 x wegen einer Kandidatur für den Bundestag angefragt worden. Und habe mich dagegen entschieden, weil mir 1. meine aktuelle Aufgabe sehr wichtig ist und ich 2. nicht zum stimmlosen Parteisoldaten tauge. Und die durch den Kanzler verordnete Abwahl streitbarer MdB wie Roderich Kiesewetter (CDU) aus 1 Kontrollgremium zeigt, dass die Exekutive die Legislative unterworfen hat.

    Das mimetisch entmachtete, zum Abnickverein degradierte Parlament ist derzeit leider in keinem Zustand, der Menschen mit Gestaltungswillen ansprechen würde. Es bräuchte einen politischen Kulturwandel über mehrere Wahlperioden hinweg.

    scilogs.spektrum.de/natur-des-

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  • Oct 18, 2026, 1:48 PM

    @BlumeEvolution

    Da stimme ich Ihnen zu. Dass ein MdB wie Herr Kiesewetter so behandelt wurde, ist eine Schande. Das davon ausgehende Signal - Klappe halten - auch.

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  • Oct 18, 2026, 7:38 AM

    @BlumeEvolution Stellen wir die Frage weiter: wenn die Gesetzgebung zu komplex wurde, sollten dann nicht Parteien die Fachkenntnis ihrer Mitglieder besonders wertschätzen und nach Kräften abrufen?

    Also keine Satzungsänderungen durchdrücken, mit denen die Mitbestimmung der Basis begrenzt wird – wie es die Grünen (meine Partei) Bund und BaWü dieses Jahr gemacht haben.

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