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  • Oct 19, 2026, 3:53 PM

    @berlinfokus das mit untere oder Mittelschicht kommt auch drauf an, ob und wie viel jemand für Wohnkosten berappen muss. Bei 1500 Euro /Monat kriegste in München gerade mal eine winzige 2 Zimmerwohnung (ohne Heizung/Strom).
    Essen oder Sonstiges ist dann nicht mehr.

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  • Oct 19, 2026, 10:40 PM

    @energisch_ @berlinfokus
    genau das habe ich auch beim Lesen gedacht. 👍🏻
    Im Prinzip kann man das erst einteilen, wenn die Miete rausgerechnet wird, die man als Fixkosten nicht mehr hat. Dann erst sieht mal die große Kluft!

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  • Oct 20, 2026, 5:27 AM

    @energisch_

    @berlinfokus

    Ich bin da nicht so sicher, konnte aber den Artikel auch nur teilweise lesen, da meine Geräte etwas vernagelt sind.

    Der Artikel stellt die Situation nur auf das Einkommen ab, und nur dieses zeigt keine Verzerrungen bei den Schichtzuhörigkeiten.

    Die Lebenshaltungskosten sind unberücksichtigt, da diese stark schwanken und individuell sind. Wenn du Mieten raus rechnest, musst du noch weitere Ausgaben berücksichtigen. Der eine zahlt monatlich Miete, der andere hat gebaut und zahlt Hypotheken und Unterhaltungskosten, denn ein paar Jahre nach Fertigstellung kommen Reparaturen. Und müsstest du dann nicht auch Heizkosten beachten, die zur Zeit sehr unterschiedlich sind? Und während der eine in zwei Zimmer lebt, muss der andere 10 Zimmer unterhalten. Beim Auto gäbe es auch große Unterschiede. Daher dürfen solche Kosten nicht berücksichtigt werden, sonst steht ein Obdachloser womöglich besser da, als jemand mit Zweizimmerwohnung. Ganz extrem: ein Schlossbesitzer hat 100.000 € Einkommen, aber der Unterhalt ist höher, dadurch würde er zur niedrigsten Schicht gehören. Ein Vergleich, zu welcher Schicht jemand theoretisch gehört, wäre somit unmöglich.

    Mir persönlich ist es aber egal, wohin man jemanden rechnet. Solange ich mit meinem Einkommen auskomme, fühle ich mich wohl. Was übrig bleibt, geht am Ende in Reparaturen und Renovierung wieder drauf. Wenn es dann noch Überreste gibt, freuen sich die Erben und besonders der Staat, da in meinem Fall mein versteuertes Einkommen nochmals versteuert wird, wenn Erben weiteren Ranges kaum Freibeträge haben.

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  • Oct 20, 2026, 9:06 AM

    @Lapidarius dennoch müsste es eine Aufzeichnung/Darstellung geben, was ungefähr zum Leben bleibt. Denn beispielsweise hier in München zahlen sehr viele mehr als die Hälfte ihres Netto Einkommens für's Wohnen. Ohne Luxus. Nur ein bescheidenes Dach über dem Kopf.
    Und das wirkt sich erheblich darauf aus, ob Menschen arm sind und teils Wohngeld bräuchten oder eigentlich aufstocken müssten und sich bei der Tafel mit Essen helfen lassen müssen. Trotz mindestens 1 Person in Vollzeit etc.
    @berlinfokus

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  • Oct 20, 2026, 10:07 AM

    @energisch_ @berlinfokus

    Wo fängt man dann an?

    Die Lebenshaltungskosten sind regional und individuell sehr verschieden. Um sie sinnvoll zu berücksichtigen, müsste man zunächst einen regionalen Standard definieren: Was kosten Strom, ein lebensnaher Warenkorb mit Lebensmitteln, Wohnraum einschließlich Miete oder Darlehen und gegebenenfalls der öffentliche Nahverkehr? Und was gehört sonst noch dazu? Möglicherweise gibt es dazu bereits Daten bei den statistischen Ämtern. Aber wie bildet man die tatsächliche Lebenssituation damit realitätsnah ab?

    Menschen mit geringem Einkommen nutzen vielleicht den ÖPNV, kaufen günstigere Lebensmittel und können sich eine bessere medizinische Versorgung oder Urlaubsreisen kaum leisten. Menschen mit hohem Einkommen fahren möglicherweise große Autos, nutzen Privatleistungen im Gesundheitssystem und machen mehrmals im Jahr Urlaub an teuren Reisezielen. Andere wiederum setzen ganz andere Prioritäten oder verschulden sich, um einen bestimmten Lebensstil zu finanzieren.

    Ich weiß nicht, wie man daraus eine belastbare Einordnung entwickeln könnte, bei der regionale Lebenshaltungskosten und individuelle Umstände berücksichtigt werden. Bestimmt gibt es dazu bereits Ansätze oder Statistiken. Das wäre aber eine andere Betrachtung als die Frage, welcher Einkommensgruppe oder sozialen Schicht jemand aufgrund seines Einkommens zugeordnet wird.

    Inzwischen frage ich mich allerdings, ob man nicht tatsächlich beide Perspektiven braucht: Einerseits die Einkommensposition, andererseits das, was einem nach den notwendigen Ausgaben tatsächlich zum Leben bleibt.

    Vielleicht ließe sich für eine Region sogar kleinräumig darstellen, wie die Einkommen verteilt sind und wie viel davon nach typischen Lebenshaltungskosten übrig bleibt. Daraus könnte man einen Index entwickeln, der die finanzielle Situation und bestimmte Aspekte der Lebensqualität abbildet.

    Mit der Zugehörigkeit zur Ober- oder Unterschicht wäre das allerdings nicht gleichzusetzen.

    Jetzt habe ich doch mal eine KI gefragt, ob es solche Statistiken gibt. Tatsächlich gibt es Auswertungen, die in etwa in die Richtung gehen, die ich mir oben vorgestellt habe. Da KI-Gedöns oft ohnehin abgelehnt wird, lasse ich die Details dazu weg. Regionale Kaufkraft und verfügbare Einkommen werden durchaus statistisch erfasst.

    Eine Festlegung der sozialen Schichtzugehörigkeit allein anhand des Nettoeinkommens, auch wenn man die Lebenshaltungskosten berücksichtigt, halte ich allerdings für unseriös. Dafür spielen zu viele weitere Faktoren eine Rolle. Für tiefergreifende Dinge reichen meine Kenntnisse aber nicht, ich bin nur einfacher Laie, dem es egal ist, wo man ihn verortet, solange er zufrieden mit dem ist, was er hat.

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  • Oct 20, 2026, 10:50 AM

    @Lapidarius nein, das was erhebliche Unterschiede hat, sind Wohnkosten. Alles andere, Lebensmittel, Verkehr etc kennt nur kleine Unterschiede. Und deine Extreme, wie Paläste, fette überteure SUVs lassen sich heraus rechnen.
    @berlinfokus

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