@lavaeolus @awinkler
Dass es möglich ist, ein Projekt auf eine andere Domain umzuziehen, hat Elon Musk mit dem Umzug von twitter.com zu x.com ja demonstriert. Technisch also kein problem.
Wenn allerdings unter der eingeführten Domain sofort eine andere "Enzyklopädie" erscheint, werden wohl fast alle Leser zu dieser neuen Enzyklopädie wechseln. Insbesondere weil eine häufige Kritik an Wikipedia ja ist "Ist unzuverlässig, weil da ja jeder mitschreiben kann". Da ist eine von Donald Trump und Elon Musk (zwei alten weißen Männern, die sich nicht hinter Pseudonymen verstecken, sondern mit Klarnamen und korrektem Profilbild im Internet posten) lektoriert wird doch viel zuverlässiger. Sowohl Trump als auch Musk gehen ja auch wirksam gegen die Fakenews auf CBS, CNN, usw vor, betreiben selbst soziale Medien (truth.social und X) auf denen die Meinungsfreiheit hochgehalten wird (insbesondere die von Trump, Musk, Putin, Weidel, Orban).
Die WMF hat in den USA 800 Mitarbeiter. Die WMDE in Deutschland nimmt Spenden ein und gibt diese für die Förderung von freiem Wissen aus, ist aber nicht Betreiber der Wikipedia.
Die oben zitierten Backup-Strategien könnten funktionieren, solange die Backups dem Zugriff der US-Regierung entzogen werden können. Ob es dafür einen Plan gibt, geht aus den öffentlichen Informationen nicht hervor.
Auch der Abschnitt dort über externe Backups ist nicht wirklich vertrauenerweckend. Die verlinkte seite ist als "potentiell outdated" gekennzeichnet, wurde zuletzt 2021 bearbeitet und enthält Elipsen und Fragezeichen. Die seite verlinkt auf eine tatsächlich "outdated" frühere seite, die zuletzt 2019 bearbeitet wurde und von "10TBs" speicherplatz spricht. Heute benötigen allein die öffentlichen aktuellen versionen der dateien auf commons >600TB (aber hübsch, dass ein früher genutzter Backup server "wintermute" heißt).
Ein Tool von Wikipedia ist "baglama2". Es dient dazu, dass GLAM institutionen die nutzung ihrer Dateien, die sie wikipedia zur verfügung stellen, nachvollziehen können (das was der überwachungskapitalismus mit cookies und tracking macht (oder versucht)). Autor des Tools ist Magnus Manske (der ursprüngliche Entwickler der Software MediaWiki). Das Tool funktioniert seit 2 Jahren nicht mehr. Ursache ist die Überschreitung einer Festplatten-Quota der verwendeten Datenbank. Solche Dinge lassen mich ein wenig zweifeln, dass eine Recovery wirklich möglich ist.
"Entities" backups gibt es außer für Wikidata auch für Commons (wo die wikidata-funktionalität für SDC (structurated data commons) verwendet wird, das tool, das nach entscheidung der WMF vor mehreren jahren, die Categories ersetzen soll, was aber von der commons-community writgehend ignoriert wird. Ich behaupte mal deshalb, weil die einzigen verfügbaren bearbeitungs tool eine ärmliche UI/UX haben). Allerdings erst seit März diesen jahres. Und das verwendete Ausgabeformat scheint noch veriiert (optimiert) zu werden.
@vrandecic @SafeguardingResearch @tillgrallert @stefan_hessbrueggen @wikimediaDE