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  • Oct 20, 2026, 3:50 AM

    Da kommen Erinnerungen hoch, wie mein Makro-Prof im Grundstudium meinte, wir würden Keynes eh nur aus historischen Gründen durchnehmen. Relevanz hätte das nicht mehr. Der Markt regelt ja schließlich. Dann kam die Finanzkrise. Und Corona. Tja.

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  • Oct 20, 2026, 4:22 AM

    Während der Finanzkrise war es in einigen Kursen so, dass Kommilitonen sich gemeldet haben & meinten: „Was bringt dieses Modell, das wir hier pauken, wenn es die Realität da draußen nicht abbildet.“ Daher gab’s spontane Lesekreise, überlaufene Seminare zu alternativen Analysen. Wilde Zeiten.

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  • Oct 20, 2026, 3:49 AM

    @kattascha 🤨
    wenigstens ist ein Markt; der Energiemarkt; davon voellig losgeloest, wodurch absolut null Kostenwahrheit zu einer Defamierung der reneuerbaren Energie benutzt wird und mit Merit-Order die Energiepreise am teuersten Energietraege (Gas) gebunden sind - schoen so koennen die wichtige Industrie subventioniert werden und die Kleinen duerfen es bezahlen - die haben ohnehin Viel zu Viel und nur Flausen im Kopf #ClimateCrisis #RenewableEnergy #Politics #Economy

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  • Oct 20, 2026, 4:26 AM

    @kattascha Und dennoch gibt es im Mainstream keine fundamentalen Änderungen. Weiterhin wird fast überall mit neoklassischen Modellen gearbeitet, der letzte 'Nobel'preis ging an ein Modell, welches in der GFC völlig versagt hat.

    Während wir gerade in die nächste große Krise hinein laufen, beschimpfen die ganzen Topökonomen aber lieber Frau Weber, die ein kleinwenig an den Glaubensbekenntnissen rütteln möchte.

    Und fangen wir erst gar nicht mit der Klimakatastrophe an.

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  • Oct 20, 2026, 7:34 AM

    @kattascha
    Boah, wenn man sowas als jemand aus dem NaWi-Bereich liest (hier: Physik, vor langen Jahren), fällt es echt schwer, nicht noch viel abschätziger auf dieses Fach zu blicken, sorry.
    ("Wir": Oh je, ich habe zwar ne Konfidenz von 90%, aber nur 10000 Messpunkte, ich glaub, die Hypothese kann ich so noch nicht stützen.
    "Sie": Was soll das sein, Hypothesen, Experimente, Falsifizierbarkeit? Wir haben doch den MARKT!11!)

    Gut, andere Religion findet auch an Unis statt – warum auch immer.

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  • Oct 20, 2026, 4:53 AM

    @kattascha
    Meine Worte - und ich bin nicht mal Ökonom. So offensichtlich ist das mittlerweile: Neoliberalismus gebiert Faschismus.

    Solange wir den Krebs Neoliberalismus nicht entfernen, werden wir unsere Demokratien nicht retten können.

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  • Oct 20, 2026, 5:22 AM

    @kattascha "Marktkräfte" ist ja nichtmal die ganze Wahrheit.

    Jeder Superreiche, dem was kaputtgeht, kann damit rechnen, in Form von Subventionen Geld in den Hintern geschoben zu bekommen, weil: Arbeitsplätze, systemrelevant, ...

    Wenn du in die Selbstständigkeit ohne Geld von Mami und Papi startest und die dicke Rechnung von Finanzamt kommt, zahlst du die Steuern ggf. über Raten.
    Wenn ein großindustrieller Erbe einen "bedürftig" wirkenden Kontostand vorzeigt, zahlt er einfach - keine Steuern.

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  • Oct 20, 2026, 6:01 AM

    @kattascha Der freie Markt war vor 40 Jahren an der Uni schon die große Erzählung. Wir mussten diese Modelle einfach kennen und innerhalb derer einfach argumentieren. Wenn man dann die Uni verlassen hat und ein wenig aufpasst, stellt man irgendwann fest, dass sehr wohl massenhaft in den Markt eingegriffen wird. Das passiert aber nur dort wo entsprechend Einfluss auf die Politik genommen werden kann. Dass der normale Arbeitnehmer das nicht kann, ist wohl jedem klar.

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  • Oct 20, 2026, 6:05 AM

    @kattascha Noch zur Ergänzung: Wenn dann etwas zum Wohl der "Kleinen" gemacht und bezahlt werden soll, wird mit Haushaltszwängen und dem freien Markt dagegen argumentiert. Der langen Rede kurzer Sinn: Die freien Märkte sind absolut richtig, aber man sollte hellhörig werden und genau hinhören, wenn diese als Argument gebracht werden. Siehe unsere Wirtschaftsministerin.

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  • Oct 20, 2026, 6:18 AM

    @kattascha Zumal die aktuell politisch populäre VWL-Hypothese überhaupt nicht empirisch oder falsifizierbar ist. Kritisch gelesen ist sie nicht genial, sie ist nur das Recht des Stärkeren in schöneren Worten.

    Nicht das ich das Keynes-Revival damit feiern will. Aber es wird echt mal Zeit, auf den Schultern von Keynes und Hayek zu stehen und weiter zu blicken.

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  • Oct 20, 2026, 6:24 AM

    @kattascha
    Wenn man mal schaut, wann zB. an der Berliner Hochschule Ethik aus dem Lehrplan der Wirtschaftswissenschaft gestrichen wurden und vor allem von wem - ab da war quasi klar, das der "MARKT" gewonnen hat!

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  • Oct 20, 2026, 6:26 AM

    @kattascha
    Danke!!!!
    Ich lese nur noch "extreme".
    Persönlich glaube ich nicht, dass wohnen nocheinmal billig wird, andererseits füttert es Aggressionen wenn die Verwaltung von wohnen als Börsenmulti explodiert und die Menschen leiden.
    P.S.: Wir hatten das schon einmal vor 150 Jahren. (die kleine Kammer für die Magd und den Knecht im Bauernhof) Günstig wohnen für alle war nur ein kurzer Zeitabschnitt. (imho)

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  • Oct 20, 2026, 8:49 AM

    "Faschismus ist keine kohärente Ideologie, sondern eine anpassungsfähige Praxis. [...] [Privatisierung] bringt kurzfristig eine Geldspritze, ist auf Dauer aber extrem teuer, weil man mit öffentlichem Geld immer auch die Rendite der privaten Betreiber mitzahlt. Wenn die Lebensmittelpreise explodieren und in Teilen der Wertschöpfungskette Rekordprofite erzielt werden, finanziert der Staat diese mit, wenn er Sozialhilfe ausbezahlt."

    hab gerade 2 für mich neue sachen gecheckt. wow.

    @kattascha

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