Login
You're viewing the ms.vg public feed.
  • Oct 19, 2026, 7:15 PM

    Vielleicht habe ich das ja die ganze Zeit falsch verstanden mit dieser komischen #Brandmauer. Ich dachte, damit sei gemeint, sich gegen den Faschismus abzugrenzen.

    Vielleicht habe ich aber auch jetzt kapiert, dass dieser schwammige Begriff absichtlich so gewählt wurde, damit man Abgrenzung gegen Faschisten suggerieren kann, ohne sie jemals wirklich auszusprechen. Damit man es dann nachträglich ganz fein umdeklarieren kann. Jetzt ist die Brandmauer plötzlich etwas, das man in alle Richtungen legitim aufbauen kann und gar sollte. Denn wehe jenen, die für soziale Gerechtigkeit streiten! Gegen die braucht es mindestens zwei Brandmauern!

    So oder so merke ich, dass ich der #Union völlig auf den Leim gegangen bin. Obwohl ich ihre miesen Macht-Tricks gut kannte, habe ich in ihrem Sinne angenommen, dass sie mit der Brandmauer ja doch irgendwie die Abgrenzung zum Faschismus meinten.

    Tja. Falsch gedacht. Ich hab das Schlimmste von #Merz erwartet und es kam noch viel schlimmer.

    💬 4🔄 0⭐ 0

Replies

  • Oct 19, 2026, 8:05 PM

    @reticuleena Merzens 'Kanzlerschaft' ist mE. nur gut um sich den Zusammenhang von Kapitalismus und Faschismus vor Augen zu führen, war bisher nur in diversen historischen Nachschlagewerken nachzulesen.
    (Manche sprechen sogar von der Erbsünde der Sesshaftigkeit.)
    Die derzeit vielbeschworene "Mitte", wahlweise mit "demokratisch" oder "gesellschaftlich" versehen, ist in meiner Erinnerung nach nicht so alt, seit den 2000ern gern von eher bürgerlichen Parteien im Wahlkampf eingesetzt. Diese "Mitte" hat eine unausgesprochene Unschärfe: die Mitte von welcher Auffassung von Gesellschaft?

    Und genau diese Wendung führte, zusätzlich verziert mit dem wertvollen Prädikat "Staatsverantwortung", zur "alternativlosen" Wahl Merzens zum Kanzler.

    Manchmal denke ich das schon die Zellteilung eine schlechte Idee war, da sie die Entwicklung sogenannter höherer Lebewesen ermöglichte.

    💬 0🔄 0⭐ 0
  • 💬 1🔄 0⭐ 0
  • 💬 1🔄 0⭐ 0
  • 💬 0🔄 0⭐ 0
  • 💬 1🔄 0⭐ 0
  • 💬 0🔄 0⭐ 0
  • Oct 20, 2026, 5:55 AM

    @reticuleena Man muss ehrlich sein: Die Abgrenzung der CDU noch rechts ist eine schwierige Verlusterfahrung. In der AfD - seit der Normalisierung des Rechtsextremen - ist ja auch der frühere erzreaktionäre "Stahlhelmflügel" der CDU. Solange die CDU diesen noch enthielt, war eine innerparteiliche Definition, was ist noch konservativ, was ist schon zu rechtsradikal nicht notwendig.
    Momentan ringt die CDU mit sich - weil sie ja auch weiß, dass das zwangsläufig eine endgültige Schrumpfung bedeutet.

    💬 1🔄 0⭐ 0
  • Oct 20, 2026, 6:00 AM

    @reticuleena Auch die SPD tut sich ja seit Jahrzehnten schwer, mit den "neuen" Parteien links von ihr ein eigenständiges Profil zu entwickeln. Und schrumpft dabei, da Die Grünen und Die Linke da besser drin sind. Die SPD ist nur noch die irgendwie staatstragende Restpartei irgendwo links der Mitte ohne eigenes erkennbares Profil. Die CDU entwickelt sich gerade zum gleichen rechts der Mitte. Sie ist dabei, "übrig" zu bleiben. Das ist also gerade pure Orientierungslosigkeit.

    💬 0🔄 0⭐ 0
  • Oct 20, 2026, 7:26 AM

    @Montrose Und ziemlich naiv ist es noch dazu. Aber halt: Bei Faschismus gibt es keine Orientierungslosigkeit. Da gilt kein Fuß breit. Insofern hat es die Union sehr viel leichter als die SPD.
    Das kann man nämlich nicht vergleichen. Und dass sie es doch tun, ist ja ein entscheidender Teil des Problems.

    💬 1🔄 0⭐ 0
  • Oct 20, 2026, 7:43 AM

    @reticuleena Die Konservativen hatten aber weltweit schon immer ein Abgrenzungsproblem nach rechts außen. Schon habituell steht man sich rechts näher als links (Dackelkrawatte ggü. Jutebeutel). Uniform hat man auch lieber als hedonistische Individualität. Und dann noch diese Geschlechterverwirrung. Puh. Da ist einem doch der schmissige Jurist aus großbürgerlichem Hause mit den reaktionären Ansichten näher. Und man erträgt dann auch seine Kameraden aus nicht ganz so gutem Stall ...

    💬 0🔄 0⭐ 0