Joachim Wille macht Rückblick auf 40 Jahre Umweltjournalismus bei der FR: https://www.fr.de/politik/fazit-nach-40-jahren-klimajournalismus-wir-schaffen-das-94454074.html
Er ist Bundesverdienstkreuzträger für seine Arbeit!
Wann immer ich was von ihm gelesen hab, war ich überrascht, wie psychologisch durchdacht Artikel von ihm sind.
"Der Bundestag setzte 1987 die Enquete-Kommission „Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphäre“ ein. Für mich als Umweltjournalisten waren ihre Sitzungen und Berichte faszinierend. Klimapolitik war noch kein Kulturkampf. Abgeordnete aller Parteien saßen mit Spitzenforscher:innen zusammen und versuchten, herauszufinden, was zu tun sei. Die Kommission empfahl 1990, den deutschen CO2-Ausstoß bis 2005 um mindestens 30 Prozent zu senken. Die Bundesregierung unter Helmut Kohl (CDU) beschloss schließlich ein nationales Minderungsziel von 25 Prozent gegenüber dem Basisjahr 1990. Deutschland verstand sich als klimapolitischer Vorreiter."
Und -15% wurden bis 2005 dann realisiert. Wobei die De-industrialisierung des Ostens dank neoliberaler Politik wohl den größten Batzen ausgemacht hat.
https://ourworldindata.org/explorers/co2?stackMode=relative&time=1990..2023&country=European+Union+%2828%29~LUX~NOR~DEU~NLD&Gas+or+warming=CO%E2%82%82&Accounting=Consumption-based&Count=Per+capita&Relative+to+world+total=false