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  • Nov 4, 2026, 12:43 AM

    Man wirft sie ins Wasser, obwohl man weiß, dass die Welle irgendwann ausläuft. Man schreibt Bücher, von denen man weiß, dass sie keine Millionenauflagen erreichen werden. Man schickt juristische Rants in die Weiten des Internets, in der Hoffnung, dass ein einziger Mensch sie liest.

    Die Welt retten? Vielleicht nicht. Aber die Verantwortung tragen.

    Das mag nach Resignation klingen, nach einer traurigen Kapitulation vor der Übermacht der Geschichte. Doch tatsächlich ist es das Gegenteil.

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  • Nov 4, 2026, 12:43 AM

    Václav Havel hat Hoffnung nicht als Optimismus verstanden, sondern als die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, gleichgültig, wie es ausgeht[13]. Das ist die radikalste Form der Hoffnung.

    Es ist das Wissen: Der Tod lässt sich nicht rückgängig machen, die Weltgeschichte ist grausam, das System ist kalt – aber trotzdem. Trotzdem schreiben wir. Trotzdem sprechen wir.

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  • Nov 4, 2026, 12:43 AM

    Trotzdem steigen wir die Leiter hinab, in der Hoffnung, dass am Ende nicht die Kälte das letzte Wort hat, sondern die leisen Stimmen derer, die nicht geschwiegen haben.

    Das ist der bittere Trost der guten Mächte. Und genau das ist der Kern des Buches Trotzdem[14].
    arnoldschiller.de/leiter/

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