https://t.me/aus_Liebe_vegan/3604
Das ist wahrhafte Liebe, zwischen einem Fuchs und einer Katze! 🐈♥️🦊
@vegananimallove
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Also ich geh nicht ! verteidigt wird immer die Heimat Front ! der Feind ( IS ) ist schon zahlreich hier, wer dies vernachlässigt/vernachlässigen lässt, ist entweder ein Verräter am Volk oder dumm, oder beides
( Soll es auch geben )
https://www.derperfekteratgeber.de/sunzi-die-kunst-des-krieges/
Danke Reiner, für die objektive Einschätzung
Teil 8/9
Fortsetzung der Analyse zum YouTube-Kanal Kriegsblick und seinem Helmkamera-Format. Teil 7 hier verfügbar:
https://t.me/taufertshoefer/13313
Bis hierher war die Analyse äußerlich. Was die Bilder sind, was sie nicht sind, was sie verschweigen, wem sie nützen. Jetzt wird es persönlich. Die folgende Frage richtet sich nicht mehr an den Kanal, an die Politik oder an die Medienlogik – sondern an den Leser selbst.
Die Frage, die sich jeder Mann stellen müsste
Es gibt eine Frage, die in dieser Debatte kaum gestellt wird, weil sie zu unmittelbar ist. Sie lautet: Wenn es soweit kommt, gehe ich? Wenn die Mobilmachung kommt, ziehe ich die Uniform an, die mir zugeschickt wird, und marschiere in einen Krieg, der mit der Sicherheit meiner Familie nichts zu tun hat? Oder verweigere ich? Und wenn ich verweigere – was bin ich dann bereit zu verlieren?
Diese Frage ist unbequem, weil sie keine richtige Antwort hat. Wer sie ehrlich beantwortet, muss sich eingestehen, dass die Mehrheit der Männer im Ernstfall mitmachen wird – nicht aus Überzeugung, sondern aus sozialem Druck, aus Angst vor Konsequenzen, aus Mangel an Alternativen. Genau diese Mehrheit wird gerade vorbereitet. Und einer der Wege, auf denen sie vorbereitet wird, sind Formate wie dieses: Sterben als ästhetisches Erlebnis, Krieg als spannender Inhalt, fremde Männer als ferne Figuren in einem Drama, in dem ich der Zuschauer bin – nicht der Soldat.
Bis ich es bin.
Teil 9/9
Letzter Teil der Analyse zum YouTube-Kanal Kriegsblick und seinem Helmkamera-Format. Teil 8 hier verfügbar:
https://t.me/taufertshoefer/13314
Was bleibt
Ein Kanal, der sich „Kriegsblick” nennt, kann nicht beanspruchen, der Realität ins Auge zu sehen, wenn er die zentrale Beobachtung des eigenen Materials nicht benennt. Wenn 42 ausländische und 8 ukrainische Soldaten zusammen in einer Operation kämpfen, ist das keine Randnotiz. Das ist die Operation. Wer das nicht erwähnt, weil seine Erzählung sonst nicht trägt, betreibt keine Aufklärung – er betreibt Bebilderung eines vorgefertigten Narrativs.
Das gilt nicht nur für diesen einen Kanal. Es gilt für eine ganze Klasse von Formaten, die sich in den letzten Jahren etabliert hat: deutschsprachige YouTube-Distributionskanäle für aufbereitetes Frontmaterial einer der beiden Konfliktparteien, mit der Selbstetikettierung als „Analyse” oder „Frontbericht”. Die russische Variante existiert ebenfalls. Sie ist im deutschsprachigen Raum kleiner, aber die Mechanik ist dieselbe. Wer sich nur eine Seite anschaut, bekommt nicht den Krieg – er bekommt die Selbstwahrnehmung einer Kriegspartei in deutscher Übersetzung.
Wer wissen will, was an dieser Front geschieht, muss beides ansehen – und die Differenz zwischen beidem als die eigentliche Information lesen. Er muss die Wasserzeichen lesen, die Sprache der Originaltöne hören, die Namen der Toten zur Kenntnis nehmen. Er muss sich fragen, wer dieses Material aufgenommen hat, wer es freigegeben hat, wer es weitergereicht hat, wer es übersetzt hat – und in welchem Interesse jeder dieser Schritte erfolgt ist.
Das ist anstrengender als 38 Minuten Helmkamera. Es führt aber dorthin, wo der Krieg tatsächlich stattfindet. Nicht in der Identifikation mit einem Mann, dessen Hoden in einer Explosion zerrissen wird. Sondern in der Frage, warum ein Engländer, ein Amerikaner, ein Australier, ein Kolumbianer in einem ukrainischen Dorf am Boden zerschossen wird, während die Regierungen seines Heimatlandes öffentlich erklären, ihre Streitkräfte seien dort nicht im Einsatz. Und in der nächsten Frage, die sofort folgt: Warum die deutsche Politik, die heute „Kriegstüchtigkeit” als Tugend ausgibt, die Voraussetzungen schafft, unter denen die Söhne ihrer eigenen Bürger irgendwann in genau diese Position geraten könnten – und ob deren Mütter, Väter, Frauen, Brüder und Söhne das hinnehmen werden, wenn der Moment kommt.
Die Antwort auf die erste Frage steht im Material selbst. Sie wird nur nicht ausgesprochen. In keinem deutschen Untertitel.
Die Antwort auf die zweite Frage steht noch nicht fest. Sie wird in den nächsten Jahren von Millionen einzelner Männer, einzelner Familien, einzelner Entscheidungen geschrieben werden. Sie hängt davon ab, ob diese Männer und Familien sich rechtzeitig die Frage stellen, die in 38 Minuten Helmkamera ungestellt bleibt: Wessen Krieg ist das eigentlich – und für wen sterbe ich, wenn ich gehe?
Das hier besprochene Video kann jeder selbst ansehen und prüfen: https://youtu.be/4LjF6pSRWUY
Damit ist die Analyse zu Ende. Wer sie gelesen hat, wird das Helmkamera-Material des Kanals Kriegsblick anders sehen als vor neun Tagen. Mehr ist von einem Text nicht zu erwarten. Was daraus folgt, entscheidet jeder selbst.