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Replies

  • Jul 10, 2026, 7:34 AM

    @why_not Ich habe mich ja früher oft gezofft mit Typen, die meinten, es würde allein dem Kapitalismus nützen, wenn Frauen in Erwerbsarbeit wären. Inzwischen muss ich leider sagen: die 2-Einkommen-Familie hat es tatsächlich erlaubt, die einzelnen Einkommen zu beschneiden. Da ist echt was falsch gelaufen & läuft jetzt immer falscher ... eine Familie auskömmlich zu versorgen sollte mit 40 Stunden/Woche möglich sein, die kann man sich dann ja in 2 x 20 aufteilen, dann wäre auch genug Zeit & Kraft >

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  • Jul 10, 2026, 7:35 AM

    @why_not > für Sorgearbeit. Realität ist, dass es immer mehr Jobs gibt, mit denen es 80 Stunden/Woche braucht, um eine Familie zu versorgen ... weil der ganze erzeugte Mehrwert immer nur zum Kapital fließt. Es ist sehr, sehr bitter. Komplette Rolle rückwärts, nur dass es heute als "Freiheit" verkauft wird ...

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  • Jul 10, 2026, 8:19 AM

    @atarifrosch @why_not Naja, du hast immer freie Wahl, ob du zugunsten anderer schuften oder direkt verhungern willst - so in etwa ... (die suggerierte Freiheit ist die der Wahl zwischen Kindern & Erwerbsarbeit, aber die gibt es ja tatsächlich nicht, unabhängig davon, wie man das hinsichtlich der Geschlechterstereotype sieht)

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  • Jul 10, 2026, 8:19 AM
    @lipow @why_not Guter Punkt, meine Frau und ich sind zusammen bei 70Std. Ok, davon kann man sich ein angenehmes Leben erlauben, aber das war nicht immer so und wird auch nicht immer so bleiben. Die Einstellung der Witwenrente empfinde ich als Verrat an das Rentensystem, in das wir bisher immer gute Beiträge geleistet haben - völlig egal wer von uns beiden in welcher Höhe. Ich bin kein Jurist, aber für mich ist völlig unvorstellbar, dass das so rechtens ist.
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  • Jul 10, 2026, 9:22 AM

    @lipow @why_not

    Ja. Dass Menschen immer mehr Erwerbsarbeit leisten müssen, um eine Familie auskömmlich zu versorgen, ist ein gesellschaftliches Problem. Gute Löhne und faire Arbeitsbedingungen sind notwendig, damit Familien nicht auf immer mehr Erwerbsarbeit angewiesen sind.

    Eine Aufteilung von Erwerbsarbeit in 2×20 Std. kann ein Weg sein, mehr Zeit und Kraft für unbezahlte Care-Arbeit zu ermöglichen, passt aber nicht zu allen Familien und Lebensphasen und lässt damit die Rentenfrage offen.

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  • Jul 10, 2026, 9:26 AM

    @careinmind Ja, das wollte ich auch nicht suggerieren. Mir ging es, anknüpfend um den Ausgangsbeitrag, mehr darum, dass wir von "wir verwehren Frauen den Zugang zu Erwerbsarbeit (wohlwissend, dass die im geleisteten Umfang nur möglich ist, weil diese Frauen dann Sorgearbeit machen)" gekommen sind zu "wir zwingen alle, die irgendwie krauchen können, in Erwerbsarbeit, indem wir diese so schlecht bezahlen, dass 1 Person keine 2. mitfinanzieren kann" & dass das kein Gewinn für die Gleich-> @why_not

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  • Jul 10, 2026, 9:28 AM

    @careinmind >berechtigung ist, sondern ein Verlust an Selbstbestimung für alle, die nicht das Kapital haben, das es braucht, um andere ausbeuten zu können. In dieser Hinsicht hatten die Typen Recht, die meinten, Erwerbstätigkeit wäre nicht erstrebenswert ... wahrscheinlich war das bei denen anders motiviert, aber ich habe Erwerbstätigkeit halt lange als Komponente der Selbstverwirklichung & Selbstwirksamkeit gesehen - wenn aber alle nur von denen ausgebeutet werden, die ohne eigene > @why_not

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  • Jul 10, 2026, 8:08 AM

    @why_not „… die wegen Kindern oder Pflege weniger gearbeitet haben.“

    Weil Kinder und Pflege ja keine Arbeit sind.

    Was sie meinen: „weniger Geld eingenommen haben“ (verdient hätten sie es ja).

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  • Jul 10, 2026, 9:33 AM

    @why_not Hmm ... nota bene, DAS betrifft NUR die Rente der Arbeiter & Arbeitnehmer (DRV)!! Anwälte, Notare, Ärzte, Zahnärzte, Architekten u a. sind nicht betroffen, da sie eigene Versorgungswerke haben.

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  • Jul 10, 2026, 9:52 AM

    @die_Leo

    Die haben ja generell weniger von diesen Problemen, zumindest meistens, aber was ist mit denen, bei denen das einen echten Unterschied macht, wie z.B. autark leben können oder zum Amt müssen?

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  • Jul 10, 2026, 11:55 AM

    @why_not Hmm ... "autark leben können" dürfte mit zunehmendem Alter schwierig werden, außer man hat Familie, oder?
    Und wo kann man dann besser "über die Runden" kommen: Dorf (Land) oder Stadt?. Vermutlich auf dem Land?

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