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  • Jan 28, 2026, 12:24 PM

    @andreas_tengicki @AwetTesfaiesus Ah, wir spielen wieder Dunning-Kruger. Keine Ahnung von meiner politischen Erfahrung, aber erst mal "erst mal schlau machen" ins Netz kloppen. Wäre ich polemisch, würde ich jetzt "na, die Partei kann ich erahnen" schreiben, aber das ist nicht mein Stil.

    Daher vielleicht vielmehr so: Ich gehe davon aus, direkte Demokratie unter Wegfall der Parlamente würde mit absoluter Sicherheit zur Expertokratie werden: Wer Ahnung hat, geht hin, der Rest nicht. Bin dafür!

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  • Jan 28, 2026, 12:26 PM

    @andreas_tengicki @AwetTesfaiesus Die Herleitung würde mich jetzt interessieren:

    Wenn der Bürger mit Mehrheit direkt entscheidet, führt das zu Faschismus, und wenn der Bürger mit Mehrheit entscheidet, wer für ihn entscheiden soll, ist das selbstverständlich etwas völlig anderes?

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  • Jan 28, 2026, 12:31 PM

    @tux0r @AwetTesfaiesus Die Institutionen und Verfahren (mit all ihren Fehlern, es geht besser und man sollte an den Verfahren und Transparenz schrauben) dienen dazu Ruhe, Langsamkeit und Expertenanhörungen überhaupt zu ermöglichen, die Debatten zu versachlichen.

    Wenn jedes Thema populistisch immer und jederzeit von jedem und möglichst großer Empörung der direkt Betroffenen bespielt werden kann, kann es nur noch weiter den Bach runter gehen. Meiner Einschätzung nach,

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  • Jan 28, 2026, 12:34 PM

    @andreas_tengicki @AwetTesfaiesus Ich habe nicht den Eindruck, Expertenanhörungen hätten (zum Beispiel) bei der Digitalpolitik der Bundesregierung irgendwas gebracht...

    Es ist doch bereits jetzt nach meinem Eindruck so, dass die am lautesten schäumenden Populisten parlamentarisch den Ton angeben. Worin besteht da jetzt der qualitative Unterschied, ob der Bürger Populisten wählt oder selbst Populist ist? Das Ergebnis ist doch dasselbe. Nur halt billiger. Viel billiger.

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  • Jan 28, 2026, 1:09 PM

    @andreas_tengicki @AwetTesfaiesus Ich würde schon behaupten, dass "wir bezahlen keinen Berufspolitiker" billiger ist als "wir bezahlen Hunderte Berufspolitiker". Aber ich bin auch schlecht in Mathe. Einig sind wir uns jedenfalls darin, dass das größte Problem ein anderes ist. Meiner Meinung nach nämlich dieses: dass zwischen zwei Wahlen der Wille des Wählers keinen mehr juckt.

    Selbst der amtierende Kanzler hat ja als erste Amtshandlung das Gegenteil von dem gemacht, was er versprochen hat.

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  • Jan 28, 2026, 1:37 PM

    @tux0r @AwetTesfaiesus Was zu erwarten war. Denn das was er versprochen hat war Mumpitz und klar nicht leistbar oder gar sinnvoll. Der Wähler wählt ihn trotzdem (oder gar Nazis die noch mehr Mumpitz versprechen.)

    Daher ist mein Vertrauen in den Wähler nicht grösser als Deines in Berufspolitiker.

    Wo nun liegt die demokratische Lösung?

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  • Jan 28, 2026, 1:40 PM

    @andreas_tengicki @AwetTesfaiesus Bei der Entscheidung, ob der offensichtlich inkompetente Wähler über eine Sache direkt abstimmen oder lieber jemanden wählen sollte, der ihn hinsichtlich seiner Absichten belügt und die Sache ebenfalls nicht verstanden hat, scheint mir die direkte Abstimmung die (im Wortsinne) demokratisch vernünftigere zu sein.

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