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  • Oct 21, 2026, 6:26 PM

    @afelia Die erster Person die ich traf, und die das hatte, was sie "gesunde" und "kranke" Tage nannte, traf ich Anfang der Nullerjahre.

    Bei ihr sah alles nach Orthohantavirus (Puumala, vmtl) als Auslöser aus:

    DDR-Jugendfreizeit in Ceausescuhausen. Entwicklungshilfe; Ausbau der Dorfinfrastruktur. Mäusefäkalien in den Baracken.

    Immunsystem wehrt einen Virusinfekt ab (in ihrem Fall HCPS), aber bleibt dereguliert in einer erratischen Schleife hängen. Wellenartige/episodische Autoimmunreaktion in Hirnkapillaren, die zu Mikroläsionen des Nervengewebes führt. Diese verursachen brain fog und chronische Erschöpftheit.
    Und die auffallend verschlechterte Regulationsfähigkeit des Stoffwechsels erklärt sich dadurch auch. Zb dass körperliche Überbelastung so unglaublich kaputt macht, tage- bis wochenlang - und dass nie klar ist, was hier und jetzt die Schwelle für "Überbelastung" ist.

    [Hier könnte ich noch 2 creepiere Beschreibung einsetzen.
    Es ist echt absoluter Rotz, sowohl von der unterirdischen nichtmolekularen Diagnostizierbarkeit als auch von der Diversität an möglichen Auslösern, als auch von den Symptomen die einfach so gemein und vor allem unberechenbar sind dass es die mentale Gesundheit noch weiter runterzieht.]

    Diagnostik hatte damals noch nicht mal Charité auf dem Radar.

    Cytokinprofil an "gesunden" vs "kranken" Tagen, bzw in längeren "gesunden" Episoden, und während oder sofort nach "kranken" Tagen - vllt kann dein*e Doc da was regeln.
    Die Daten sollten eindeutig ausfallen; vllt lässt sich sogar erkennen, welche Signalkaskarde wie gestört ist.
    Ich weiß nicht ob ich die Studie wiederfinde, aber Mastzellen und Interleukin-4 sind Schlüsselwörter, an die ich mich zu erinnern glaube.

    Es gibt noch keine systematische und wirksame Therapie, aber in Einzelfällen scheinen Immunmodulatoren eine nachhaltige Besserung bewirkt zu haben.
    Das ist natürlich nicht generalisierbar, weil Chronische-Fatigue-Syndrome x verschiedene Auslöser haben können.

    Ungefähr so wie bei manchen Frauen mit üblen Menstruationsschmerzen Mönchspfeffer hochwirksam und nebenwirkungsarm ist, aber halt nicht bei allen. Der macht sozusagen einen soft reset des Taktgebers des Hormonzyklus, und *wenn* das der Auslöser ist, dann hilft das.
    Bei anderen Leuten helfen Phytoöstrogene (mehr als eine Freundin von mir schwört auf Rotkleeblütentee) - dieselben Symptome aber andere Ätiologie.

    Letzten Endes sehen all diese ME/CFS/Long-Covid-etc-Krankheiten sehr nach einer diffusen Autoimmunkrankheit aus, halt wie Neurodermitis, Lupus, oder auch allergisches Asthma (der Grund warum ich kein Kolibriforscher geworden bin: zu viel Schimmelsporen im Regenwald.). Nur dass das Hirngewebe betroffen ist und nicht Oberhaut, Bindegewebe, oder Lungenepithel.

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