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  • Oct 3, 2026, 6:39 PM

    @afelia Mir fehlen da in der Debatte ein paar fundamentale Begriffsklärungen, etwa zum Thema Armut. Es gibt sowohl individuelle Armut (im Vergleich zu deinen Nachbarn) als auch kollektive Armut, also ganze Gruppen, die im Vergleich zu anderen Gruppen arm sind, etwa arme vs. reiche Länder, oder Stadt/Land, wo es große Gegensätze geben kann (etwa in China).

    Auch diese Ungleichheit fällt nicht vom Himmel.

    Und dann die Frage, ob das politisch gemacht ist: äh, oft sind es einfach Machtstrukturen, die schon länger existieren, als es überhaupt Politik gibt, und die die Politik natürlich korrumpieren.

    Natürlich kann man das irgendwie „politisch“ nennen, wenn in England jetzt noch 70% des Landes in den Händen der 1% ist, wovon viele davon Nachfahren der Armee William des Eroberers sind. Als ob das ein Politiker im modernen Sinn ist. Das war einfach ein Clan-Chef mit einem Haufen gut bewaffneter Schläger.

    zmescience.com/other/economics

    Für mich ist deshalb wichtig, dass man die Umverteilung primär aus Vermögen finanziert, nicht aus Einkommen oder Mehrwertsteuer. Das Vermögen ist das, was sich hält. Und dass man vor allem darauf abzielt, (kleines) Vermögen bei den kleinen Leuten zu schaffen. Nicht nur Einkommen. Eine eigene Wohnung ist nicht vergleichbar mit genug Einkommen für die Miete: es ersetzt nicht nur diese, sondern bildet auch einen finanziellen Grundstock.

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