Repost vom alten Account
Nachdem es ein bisschen abgehangen ist:
Neues vom #Schulsanitätsdienst
Vor einer Weile das erste mal eine manifeste
Hypoglykämie bei bekanntem DM Typ 1. Initial
bewusstseinsgetrübt und ich wollt grad das
Material auspacken.. da steht er einfach auf
und geht. Aus dem Raum, aus dem Gebäude..
Zielstrebig, schubst Motorräder und Fahrräder
um, versucht Autotüren zu öffnen und reagiert
nicht auf Aufforderungen. Da wir zu dritt
waren, habe ich gesagt, dass ich den
Rettungsdienst einweise.Während ich also am Eingang stehe haben die
anderen zwei es geschafft ihn unterzuhaken
und in den Saniraum zu bringen. Noch bevor
der RD eintrifft haben sie ihm sogar irgendwie
Glucose p.o. (AKA Traubenzucker) verabreicht
bekommen. RTW trifft ein, ich mach
Jbergabe, die machen Monitoring, BZ bei
42mg/dl. Durch den Traubenzucker ging es
aber schon bergauf. Der Rettungsdienst hat
also überwacht, wir haben weiter
Traubenzucker aus der Schublade geholt und
so ging es weiter bergauf.Er hat dann noch ein Brot gegessen und was
getrunken und ist dann mit dem Vater und der
Anweisung, Rücksprache mit dem
Diabetologen zu halten, auch auf eigenen
Wunsch nicht transportiert worden
Jnser Ausbilder (selbe HiOrg) hats schon
berichtet Bekommen, der RD war anscheinend
sehr zufrieden mit unserer Arbeit. Die
Zusammenarbeit lief meines Erachtens
wirklich 1a, es macht einfach mehr Freude
wenn einem tatsächlich bei der Übergabe
zugehört wird.
Ich habe ein paar Tage vor dem Einsatzerst eine Podcastfolge gehört, in der von
genau diesem aggressiven Verhalten von
hypoglykämen Diabetikern berichtet wurde.
Das hat mich (und wahrscheinlich auch die
anderen zwei) unglaublich beruhigt, weil ich
es einordnen konnte und nicht völlig irritiert
war. Wissen ist Macht! (aber ein wenig
Selbstmisstrauen ist trotzdem notwendig!)