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  • May 7, 2025, 10:35 AM

    Ich versteh die Vergleiche zwischen 1933 und der Weimarer Republik gut. Ich bin auch jemand der eher früher als später Nazis als solche benennt und ich glaube nicht, dass der Begriff inflationär benutzt wird oder Nazis durch seine Verwendung stärker werden. Ich merke aber wie lähmend diese Vergleiche auch sein können, weil ein Gefühl entstehen kann, dass das nicht mehr aufzuhalten ist. Dass alles gesagt und getan ist und wir nur noch einen Aufstand für die Geschichtsbücher der Zukunft üben.

    Die Weimarer Republik war aber wesentlich anders aufgestellt als die Bundesrepublik heute. Die Konservativen wollten ein diktatorisches System, es gab bewaffnete Freikorps, die SPD hat das Militär auf Aufständige losgelassen. Das Geld war lange vor der Weltwirtschaftskrise wertlos. Nur so ein paar Sachen. Es gab auch keine Staatengemeinschaft wie heute, bei aller berechtigten Kritik daran.

    Und anderes mag heute auch schlimmer sein: Vereinzelung durch Digitalisierung,, Überwachungs- und Waffentechnologie, Klimawandel...

    Aber Geschichte wiederholt sich nicht wirklich. Die Vergangenheit verstehen kann helfen die Gegenwart zu verstehen und das ist wichtig. Aber wir verstehen die Gegenwart nur wenn wir auch sehen wie sie sich von der Vergangenheit unterscheidet.

    Und so können wir auch noch etwas verändern.

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