Was als friedliche Aktion von Naturschützer*innen begann, die mit Flamingos demonstrierten, wuchs zu einer Massenbewegung heran. Der Flamingo avancierte zum Symbol des Widerstands gegen den Ausverkauf Albaniens, Investorendeals und die Korruption im Land. Als die Polizei erste Proteste gewaltsam räumen ließ, schlug der ökologische Unmut in offene Wut um. Nun gibt es gewaltsame Ausschreitungen, inklusive Angriffe auf das Justizminiserium, Aktionen bei privaten Häusern von Regierungsmitgliedern, angezündeten Straßen, Blockaden. Dagegen setzt der Staat natürlich Polizeigewalt und Repression ein, welche aber bisher, die Proteste auf den Straßen in Tirana nicht eingrenzen können. Die Aufstände in Albanien erinnern an andere Austände aus der Vergangenheit, die als NON-Movements bezeichnet werden. Führerlose, unstrukturierte Proteste mit unklaren oder gar keinen Forderungen, die nur aus Unzufridenheit und Wut entstehen, die sich ib einem spontanen Moment auf die Straße ausbreiten. Diese Austände sind damit anarchistsich und durchaus auch eine Gefahr für die Herrschenden! Ob diese Aufstände es schaffen können nachhaltig Veränderung zu bringen ist sehr unklar. Bei ähnlichen Protesten in Nepal, Indonesien, Pakistan, Black lives Matters, Gelbwesten oder dem Aufstand in Chile 2020 hat sich gezeigt, dass diese Protestform oft nicht lange anhält und oft die Politik nicht zum umdenken bewegt, jedoch wird dadurch die als legitim wahrgenommene Ordnung in frage gestellt, was bei den Menschen ein nachhaltiges Umdenken auslösen kann. Bis dahin stehen wir in Solidarität mit den Protestierenden in Albanien!
https://taz.de/Studentenproteste-in-Albanien/!6221920/
#Albanien #Protest #Repression #Riot #Insurrection