Da ich hier schon wieder aufgeregte Posts über die Gründe des GSM-R–Ausfalls und „es gibt ja keine Redundanz“ lesen muss:
Doch, diese Redundanz gibt es. Und sie ist gestern eingesprungen.
Allerdings gibt es bestimmte zentrale Komponenten in einem GSM-Netz, welche nicht doppelt vorhanden UND gleichzeitig aktiv sein können.
Zudem wird im Fehlerfall kein automatischer Wechsel vollzogen, da zunächst ausgeschlossen werden musste, dass es sich um einen Angriff handelt – würde man kopflos einfach „den Schalter umlegen“, könnte man im schlimmsten Fall das Backup-System ebenfalls kompromittieren.
Natürlich hat das alles zu lange gedauert (90 Minuten + 30 Minuten Testlauf + Staffelstart zur Bahnstromnetzüberlastungsvermeidung) und man kann gerne diskutieren, ob man künftige Kommunikationsnetze derartiger Sicherheitsrelevanz nicht in diesen Punkten anders auslegen möchte.
Allerdings ist diese Art der Störung noch nie vorher aufgetreten.
Also bitte die Kirche hier im Dorf lassen, ja?
Für weiteres gerne das Videostatement von Philip Nagl anschauen bzw. das dort angegebene FAQ lesen. https://www.deutschebahn.com/de/presse/Newsblog-12829716







