eine kleine Anekdote, die mir nach dem Post von @schratze zum Thema FLINTA* nicht mehr aus dem Kopf geht.
Setting: eine als linksradikal landläufig bekannte Kneipe. ich und ein friend sitzen am Tisch mit drei Leuten, die wir nicht kennen. wir spielen alle zusammen Kniffel oder Yazzee (ein Würfelspiel halt). wir haben uns einander nicht vorgestellt (klassisch linksradikales Umfeld halt).
Das Gespräch ist locker, irgendwann geht es so ein bisschen um das Patriarchat und mein Friend sagt einen kurzen Satz darüber, wie belasto das ist.
Dann sagt die eine cis Frau am Tisch: "Das verstehst du nicht. Ich als Flinta sage dir, die ganze Zeit von Männern umgeben zu sein und Angst vor ihren Übergriffigkeit zu haben, das ist einfach scheissanstrengend." Mein friend schweigt und kuckt zu Boden. Es ist nicht-binär und hat in den Augen von cisheten kein Passing als "weiblich genug"- und damit oft zu kämpfen.
Ich bin flabberghasted. "Du als FLINTA?" und kläre die cis Frau lautstark über Dinge auf. Wir verlassen den Tisch mit einer halbherzigen Entschuldigung und einem verdorbenen Abend.
Was mir daran hängen geblieben ist, ist die offensichtichkeit mit der unreflektierte cis Frauen das Wort "Frau" in ihrem Alltagsgebrauch mit "Flinta" ersetzt haben und es als ihre (exklusive) Identität betrachten.