Und hier sieht man mal, wie die AFD die aufmerksamkeitsökonomische Klaviatur eben perfekt spielt und gut verstanden hat:
Deshalb wurde 2016 offenbar auch die Finanzierung einer speziellen Wahlkampftour mit ihm diskutiert. "Die Veranstaltungen sollen mit emotionaler Ruhrgebietsmusik beginnen", mit Songs von Wolfgang Petry, Herbert Grönemeyer und Marius Müller-Westernhagen.
Vor allem die beiden letztgenannten Künstler seien aus Sicht der Partei demnach "Musiker des Systems". Hier ist penibel zu überprüfen, ob und in wie weit das gezielte Einsetzen deren Ruhrgebiets-Hits und das daraufhin zu erwartende Empörungs-Echo der Interpreten für weitere Reichweite genutzt werden kann", steht es in dem Konzept.
Ich sage es immer wieder, weil da kommen wir ins Spiel:
Bei dem Marketingkonzept der Rechten spielt eben gerade die Aufregung, die Empörung von AFD-Gener:innen eine sehr entscheidende Rolle. Erst dadurch dass auch linke Leute z.B. hier im Fedi beliebig provozierende AFD-Statements kommentieren und samt Link und Bild verbreiten, bekommen sie die Aufmerksamkeit, die sie brauchten um zu der Stärke zu gelangen, die sie jetzt leider haben. Man kann das nur unterbrechen, indem man AFD-Scheiße einfach konsequent nicht teilt (wirklich nicht, auch nicht mit Gegenrede!).
Zitatquelle: WDR-Artikel "Diese Rolle spielte die AfD-NRW beim Mail-Leak"
